Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) wurde mit dem European GreenBuilding Award 2012 ausgezeichnet

Erweiterungsneubau und Sanierung des Institutsgebäudes am Weberplatz in Dresden haben sich gelohnt: Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) spart nach den umfangreichen Sanierungsarbeiten nicht nur viel Energie – für den hohen Energieeffizienzgrad wurde es nun auch mit dem European GreenBuilding Award 2012 ausgezeichnet.

Die Zahlen sprechen für sich: Nach mehr als zweijähriger Umbauzeit spart das IÖR in seinem „neuen“ Institutsgebäude jährlich mehr als 587.000 Kilowattstunden Energie. Der Energiebedarf sank nach Sanierung und Erweiterung also um 84,5 Prozent. Dafür wurde die Forschungseinrichtung in der Kategorie „Modernisierung“ nun mit dem GreenBuilding Award der Europäischen Kommission geehrt.

Mit Mitteln von Bund und Freistaat Sachsen wurde das Gebäude des IÖR umfassend modernisiert und erweitert. „Dabei waren wir unserem Namen und unserem Forschungsauftrag verpflichtet“, erklärt Institutsdirektor Prof. Bernhard Müller. „Bei den Baumaßnahmen war uns deshalb besonders wichtig, dass sie nachhaltig, ökologisch und kosteneffizient erfolgen“, erläutert er. Der Erweiterungsbau entspricht nun dem aktuellen Passivhaus-Standard und auch im sanierten Altbau wurde eine Reduzierung des Energiebedarfs um 25 Prozent erreicht. Zur hohen Energieeffizienz des Gebäudes trägt außerdem eine Photo­voltaikanlage auf dem Dach des Institutes bei. Sie deckt den Strombedarf für die Servertechnik und damit rund ein Drittel der notwendigen Elektroenergie.

Mit dem GreenBuilding Award zeichnet die Gemeinsame Forschungsstelle der EU-Kommission seit 2005 Organisationen und Unternehmen aus, die auf freiwilliger Basis große Energieeinsparungen in Nichtwohn-Gebäuden erzielen und dabei auch verstärkt erneuerbare Energien integrieren. Aktuell zählt das Programm 364 Partner mit 616 Gebäuden.

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