Eröffnung des Dresden Center for Nanoanalysis (DCN) der TU Dresden

Am 25. und 26. April 2013 feierte die Technische Universität Dresden die offizielle Eröffnung des neuen Analytikzentrums, des Dresden Center for Nanoanalysis (DCN).

Das DCN wurde von der TU Dresden gemeinsam mit dem Exzellenzcluster „Center for Advancing Electronics Dresden“ (cfaed) im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder ins Leben gerufen. Es fungiert als Technologieplattform, in der Wissenschaftler einerseits auf internationalem Spitzenniveau forschen und andererseits Serviceleistungen für inner- und außeruniversitäre Partner anbieten und damit Synergien bei der Anwendung kostspieliger Geräte bestmöglich nutzen. Professor Ehrenfried Zschech, wissenschaftlicher Koordinator des neuen Zentrums, formulierte  das Ziel, das DCN zu einem international sichtbaren Kompetenzzentrum auf dem Gebiet der in-situ Materialanalytik und zu einem europäischen Nutzerzentrum zu entwickeln.

Im Rahmen der feierlichen Eröffnung fand das erste Dresdner Nanoanalytik-Symposium, welches von der TU Dresden und dem Dresdner Fraunhofer-Cluster für Nanoanalytik organisiert wurde, mit über 120 herausragenden nationalen und internationalen Gästen von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen statt.

Höhepunkt dieser zweitägigen Veranstaltung, war der Vortrag „Particle Control in a Quantum World“ von Serge Haroche, Physik-Nobelpreisträger 2012. Das Konzept des neuen Nanoanalytikzentrums verglich Professor Serge Haroche, der zur Gründungsfeier eigens aus Paris angereist war, mit dem Lego-Baukastenprinzip, einem Perspektivwechsel von oben nach unten: „Das Zusammenwirken aller Atome in einem iPhone zu simulieren, würde die Fähigkeiten jedes heutigen Rechners sprengen", nannte  er ein Beispiel. „Zehn Atome sind da schon die Obergrenze." Wenn aber - wie im Dresdner Nanoanalytikzentrum vorgesehen -  einzelne Atome und Nanostrukturen und deren zeitliche Veränderung beobachtet werden können, dann kann das ganz neue Erkenntnisse über neue Materialien liefern.

Die Kernkompetenz des DCN liegt in der Entwicklung analytischer Verfahren zur Erfassung kinetischer Prozesse im Nanobereich. Dafür werden nach und nach modernste Elektronen-,  Ionen­ und Röntgenmikroskope sowie Mikromanipulatoren installiert werden, die es erlauben sollen, nicht nur Mikro- und Nanostrukturen sichtbar zu machen, sondern auch zu verändern, z. B. um ihre Alterung zu beschreiben. In enger Zusammenarbeit lösen Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker des Exzellenzclusters „Center for Advancing Electronics Dresden“ (cfaed) gemeinsam mit den DCN-Forschern innovative Fragestellungen für die Mikroelektronik der Zukunft. Die Forschung an Chips mit völlig neuen Funktionsprinzipien und hoher Zuverlässigkeit erfordert eine leistungsfähige Analytik, wie sie das DCN anbietet. Die im neuen Analytikzentrum der TU Dresden entwickelten analytischen Methoden werden die Wissenschaftler und Ingenieure aber ebenso in den Bereichen Werkstoffwissenschaft sowie Dünnschicht- und Nanotechnologie nutzen. Beispiele sind die Untersuchung von Nanostrukturen in Werkstoffen für die Energietechnik und den Leichtbau. Hier arbeitet das DCN eng mit dem Dresdner Fraunhofer-Cluster Nanoanalytik sowie mit High-Tech-Unternehmen zusammen.

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