Freier Zugang zu Wissen: Open-Access-Tage vom 11. bis 13. September in Dresden

Die größte Fachtagung zu Open Access im deutschsprachigen Raum findet 2017 unter dem Dach des Forschungsverbunds DRESDEN-concept e.V. in Dresden statt. Veranstalter sind die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB), das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und die Technische Universität Dresden (TUD).

Mit der Open-Access-Bewegung der deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen soll der Zugang zu wissenschaftlichen Informationen im Internet erleichtert und die internationale Sichtbarkeit der deutschen Forschung erhöht werden. SLUB, HZDR und TUD unterstützen deshalb Open-Access-Veröffentlichungen und die dafür notwendigen Infrastrukturen.

„Die Open-Access-Initiative erprobt neue Wege, die ungebremste Teuerung wissenschaftlicher Publikationen wenigstens einzudämmen“, erklärt Prof. Dr. Thomas Bürger, Generaldirektor der SLUB Dresden. „Immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nutzen Online-Repositorien in wissenschaftlichen Bibliotheken und Fachgemeinschaften, um ihre Publikationen für alle frei zugänglich zu machen. Auch das digitale Zweitveröffentlichungsrecht wird immer beliebter, weil die Forscherinnen und Forscher damit die internationale Sichtbarkeit und direkte Zugänglichkeit ihrer Arbeit steigern können. Im Open Access, im freien Zugang sehe ich einen innovativen Baustein zur Bildungsgerechtigkeit im digitalen Zeitalter“, so Thomas Bürger.

Auch der Wissenschaftliche Direktor des HZDR, Prof. Roland Sauerbrey, erkennt in der Initiative viele Vorteile: „Der offene und möglichst barrierefreie Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen, Forschungsdaten und wissenschaftlicher Software erhöht die Transparenz unserer Arbeit. Durch die verbesserte Informationsversorgung wird die Leistungsfähigkeit der Forschung gesteigert und der Wissenstransfer in die Wirtschaft und Gesellschaft erleichtert, auf dem Innovationen basieren. Das HZDR und die Helmholtz-Gemeinschaft verfolgen deswegen seit 2016 eine Open-Access-Richtlinie, in der wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auffordern, ihre Forschungsergebnisse und Publikationen als Open Access zugänglich und nachnutzbar zu machen.“

„Für die Verbreitung des Open-Access-Gedankens bietet der Standort Dresden ganz besondere Rahmenbedingungen“, sagt Prof. Gerhard Rödel, Prorektor für Forschung der TU Dresden. „Die deutschlandweit einmalige Wissenschaftsallianz DRESDEN-concept hat unter der Mission Innovation durch Kooperation 24 Dresdner Forschungsinstitutionen unter einem Dach vereint und erfolgreich gemeinsame Synergien identifiziert und genutzt.

Mit dem HZDR, der SLUB und der TU Dresden sind drei wichtige DRESDEN-concept-Partner in enger Zusammenarbeit am systematischen Auf- und Ausbau einer erfolgreichen Open-Access-Infrastruktur beteiligt, welche mittlerweile nicht nur zahlreiche Beratungsangebote zum Open-Access-Publizieren umfasst, sondern auch einen zentralen Open-Access-Publikationsfonds für unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.“

Zu den 11. Open-Access-Tagen werden ca. 350 Teilnehmer aus dem In- und Ausland erwartet: Wissenschaftler aller Fachrichtungen, Verlagsvertreter und Unterstützer digitaler Informationsinfrastrukturen an Bibliotheken, Universitäten und Forschungsinstituten. Konferenzsprache ist deutsch; dabei wird es einige englischsprachige Einzelbeiträge geben. Die Vorträge, Workshops und spontanen Sessions finden in den Räumen der SLUB sowie im benachbarten Trefftz-Bau der TUD statt. Außerdem gibt es eine Abendveranstaltung im Kulturpalast Dresden.

Die Fachtagung diskutiert u. a. Finanzierungsmodelle, Publikationsinfrastrukturen für Open Access-Bücher, das zukünftige Forschungsdatenmanagement, Open Education als gemeinsames Zukunftsprojekt von Hochschulen und Bibliotheken sowie den nationalen Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE.

Ausführliches Programm und weitere Informationen:

https://open-access.net/community/open-access-tage/open-access-tage-2017-dresden/
Twitter-Hashtag: #oat17
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