Leichte Sprache für große Kunst: barrierefreie Kommunikation im Albertinum Dresden

Im Rahmen des Seminars „Leichte und einfache Sprache“ wird an der TU Dresden ein innovatives Konzept zu barrierefreier Kommunikation im Museum entwickelt. Die Kooperation zwischen der Professur für Germanistische Linguistik und Sprachgeschichte, der Medieninformatik und dem Albertinum Dresden entwickelt personalisierte Audio-Guides für Besucher mit kognitiver Beeinträchtigung. Das Pilotprojekt läuft bis zum Ende des Sommersemesters 2018, erste Ergebnisse stehen voraussichtlich ab Oktober zur Verfügung.

Auszug aus der Pressemitteilung:

 

Um herauszufinden, welche Kunstwerke des Museums warum von Interesse sind, führen Kunsthistoriker Kleingruppen durch das Albertinum. Die dabei entstehenden Gespräche zu den Objekten werden aufgezeichnet und transkribiert. So werden die für die Zielgruppe interessantesten Kunstwerke ermittelt. Zu diesen werden dann Texte in leicht verständlicher Sprache entwickelt, die von Studierenden eingesprochen werden. Die Objektauswahl unterstützt das CSW-Christliche Sozialwerk gGmbH Dresden als Kooperationspartner.

Mit Hilfe von Barcodes am Ausstellungsobjekt können die Besucher des Museums diese Audiodateien dann über eine mobile Webseite abrufen. Das Albertinum ist als Partnerinstitution für dieses Vorhaben besonders geeignet, da die häufigen Änderungen in den Ausstellungsräumen die Platzierung gedruckter Hintergrundinformationen erschweren.

Die Herangehensweise, die Zielgruppe barrierefreier Kommunikation direkt in die Entwicklung von Inhalten miteinzubeziehen, ist in der deutschen Museumslandschaft einzigartig. Der Mehrwert, der durch partizipative Forschung entsteht, ist enorm. Bisher wurde die eigentliche Zielgruppe lediglich in der Endphase derartiger Erarbeitungsprozesse zur Prüfung des Ergebnisses eingebunden.

Das Projekt „Barrierefreie Kommunikation im Albertinum“ stellt echte Teilhabe an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit her – mit einem Nutzen für alle beteiligten Partner. Das Projekt ist im Kontext der Kooperationen und Forschung mit dem Martinsclub Bremen e.V., der Stiftung Drachensee e.V. Kiel, dem Deutschen Historischen Museum Berlin (DHM), den Partnern von DRESDEN-concept sowie der Zusammenarbeit mit der Professur für Angewandte Linguistik an der TU Dresden zu sehen.

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