Marathon für Hacker – Internationaler Grafikprozessoren Hackathon findet in Dresden statt

Das Zentrum für Informationsdienste und Hochleitungsrechnen (ZIH) der TU Dresden veranstaltet gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und dem Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI CBG) vom 5.-9. März den zweiten in Dresden stattfindenden internationalen GPU Hackathon.

GPU Hackathons sind eine Serie von sechs um die Welt verteilten Ausbildungsveranstaltungen, in denen Nachwuchswissenschaftler gemeinsam mit Experten eine Woche lang eigene wissenschaftliche Computerprogramme auf moderne Grafikprozessoren (GPUs) portieren bzw. sie verbessern. Grafikprozessoren befinden sich in Computern, Smartphones und Tablets, um Computerspiele oder die sogenannte Erweiterte Realität zu erzeugen. Diese GPUs werden seit 2006 auch für wissenschaftliche Programme benutzt, da sich die Rechenaufgaben für die Datenerfassung und Berechnungen ähneln. Inzwischen werden in knapp 18 Prozent der schnellsten Supercomputern der Welt Grafikprozessoren eingesetzt. So auch im Hochleistungsrechner „Taurus“ des ZIH an der TU Dresden oder in den kleineren Rechnern des HZDR und des MPI CBG.

Der Dresdner Hackathon findet in Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Oak Ridge Leadership Computing Facility (OLCF) statt, die neben klassischen Weiterbildungen für die Nutzung von GPUs das Format des Hackathon etablierte. Für das Format können sich Wissenschaftlerteams bewerben, die eine Woche lang gemeinsam ein Computerprogramm so verbessern, dass es danach GPUs benutzen kann und somit zur schnelleren Sammlung von Daten führt. Die Wissenschaftlerteams werden dabei von erfahrenen GPU-Programmierern als Mentoren unterstützt. Die Mentoren des Dresdner Hackathon kommen sowohl aus dem akademischen Bereich (TU Dresden, HZDR, RWTH Aachen, FZ Jülich, MPI-CBG, Universität Göttingen, Construction Skills Certification Scheme) als auch von den Industriepartnern NVIDIA, Atos, ClusterVision und IBM. Das Besondere an den mittlerweile weltweit stattfindenden Hackathons ist, dass die durch die Mentoren beigebrachten Grundlagen sofort am Computerprogramm der Wissenschaftler angewandt werden und damit unmittelbar eine positive Wirkung entfalten. In Dresden stellen sich neun Teams, die sich aus den DRESDEN-concept Partnern und weiteren europäischen Forschungseinrichtungen zusammensetzten. Unter ihnen bspw. die Universität Graz, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen und die Technical University of Denmark.

Dresden ist dank der Nutzung von Synergien bereits seit 2008 im Bereich des GPU Computing aktiv. Durch die Nähe der DRESDEN-concept Partner gibt es einen regen Erfahrungsaustausch, der darin mündete, dass sich 2013 unter den Finalisten des Gordon-Bell-Awards auch ein Dresdner Team befand. Der Gordon-Bell-Award ist die größte Auszeichnung im internationalen Hochleistungsrechnen. Die wissenschaftliche Kompetenz des Forschungsstandortes wurde auch durch die Firma NVIDIA, einer der größten Entwickler von Grafikprozessoren und Chipsätzen für PCs und Spielkonsolen, durch die Benennung als „Center for Excellence“ honoriert und mit einer mehrjährigen Förderung versehen. Dadurch wird Dresden im Bereich des GPU Computing als Global Player wahrgenommen.

Hackathons: https://www.olcf.ornl.gov/calendar/2018-gpu-hackathons/

DRESDEN-concept: www.dresden-concept.de

GPU Center of Excellence: https://gcoe-dresden.de

Informationen für Journalisten:

Dr.-Ing. Guido Juckeland

Zentralabteilung Informationsdienste und Computing am HZDR

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E-Mail: g.juckeland@hzdr.de

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