Syrische Wissenschaftler können dank Stipendien der Philipp Schwartz-Initiative in Dresden forschen

Ab Oktober 2018 nimmt die TU Dresden erneut zwei syrische Wissenschaftler für einen Förderzeitraum von zwei Jahren auf. Um die Stipendien hatte sich das DRESDEN-concept Welcome Center at TU Dresden bemüht, das internationale Wissenschaftler und deren Familien unterstützt, die neu an die TU Dresden oder Forschungseinrichtungen von DRESDEN-concept e.V. kommen. Das Team hatte bereits vor zwei Jahren erfolgreich ein Philipp Schwartz-Stipendium für die TU Dresden eingeworben.

Die Architektin Dr. Fatina Kourdi promovierte 1989 an der TU Dresden und forschte dann an verschiedenen syrischen Universitäten, unter anderem in Aleppo. Von dort aus musste sie 2013 mit ihrer Familie fliehen. Zunächst konnte Fatina Kourdi an der Zirve-Universität in Gaziantep (Türkei) arbeiten, bis diese nach dem Putschversuch 2016 durch die türkische Regierung geschlossen wurde. Seit März 2017 ist sie als Gastwissenschaftlerin an der Fakultät Architektur der TU Dresden, zuerst als DRESDEN Senior Fellow, dann im Eleonore-Trefftz-Gastprofessorinnenprogramm. Dank der Philipp Schwartz-Initiative hat die Familie nun für weitere zwei Jahre Sicherheit und Fatina Kourdi kann ihre schon begonnen Projekte an der TU Dresden fortsetzen. Bei Rebuild Aleppo entwickelt sie gemeinsam mit Studierenden Strategien und Modelle für den Wiederaufbau von kriegszerstörten sogenannten informellen Siedlungen, die in Aleppo fast die Hälfte der Bevölkerung beherbergen. Im zweiten Forschungsprojekt geht es um eine Aufwertung des Dresdner Stadtteils Gorbitz.

Für mich und meine Familie ist das Stipendium ein großes Glück, sagt Fatina Kourdi. Meine beiden Söhne studieren Medizin an der TU Dresden, mein Mann ist Arzt und im Rahmen der Familienzusammenführung vor etwa einem Jahr zu uns gekommen. Er lernt jetzt die deutsche Sprache, bevor er hier arbeiten kann.

Neben Fatina Kourdi wird in diesem Jahr ein zweiter Stipendiat im Rahmen der Philipp Schwartz-Initiative an die TU Dresden kommen. Er hält sich aktuell noch in Syrien auf, sodass er vorerst anonym bleiben muss.

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