TU Dresden und HDZR starten neue Zusammenarbeit in der Beschleunigertechnik

Der Lehrstuhl Hochfrequenztechnik an der Technischen Universität Dresden und das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) starteten vor kurzem eine Zusammenarbeit mit dem Ziel, verbesserte Diagnosetools für Beschleuniger zu entwickeln. Mit einem innovativen und zugleich kompakten „Miniatur“-Spektrometer wollen die Forscher Terahertz-Wellen am Elektronenbeschleuniger ELBE des HZDR messen. Durch die mikroelektronische Realisierung in Standard-Halbleiterprozessen soll das neue Messinstrument nur eine Fläche von wenigen Millimetern Durchmesser besitzen und damit um Größenordnungen kleiner, preisgünstiger und nutzerfreundlicher sein als existierende Geräte.

Die Fachkenntnisse der TU-Ingenieure um Prof. Dirk Plettemeier und Dr. Niels Neumann im Bereich der Hochfrequenzsysteme und der Mikrowellentechnik treffen im HZDR auf ausgewiesene Kompetenz im Bereich der Beschleunigerphysik und der Terahertz-Technologie. Terahertz-Strahlung ist unsichtbar, weil ihre Wellenlänge viel größer als sichtbares Licht ist und im elektromagnetischen Spektrum zwischen dem fernen Infrarot und den Mikrowellen liegt. Das HZDR verfügt über zwei Freie-Elektronen-Laser im Terahertz-Bereich, und eine super-radiante Terahertz-Quelle befindet sich derzeit in der Entwicklung. Verantwortlich für die neue Strahlenquelle ist der Physiker Dr. Michael Gensch, der auch das Verbundprojekt auf Rossendorfer Seite koordiniert.

In das Dresdner Projekt InSEl („Integriertes Spektrometer zur Elektronenbunchform-Onlinediagnose“) fließen Mittel in Höhe von rund 400.000 Euro. Es handelt sich um eines der ersten gemeinsamen Vorhaben zwischen der TU Dresden und dem HZDR im Rahmen der sogenannten Verbundförderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Damit sollen die Kooperation und Vernetzung von Großgeräten und Universitäten gestärkt werden.

Das HZDR und die TU Dresden sind Partner im Verbund DRESDEN-concept, der das Ziel verfolgt, die Exzellenz der Dresdener Forschung sichtbar zu machen und die Zusammenarbeit der beteiligten Einrichtungen zu unterstützen.

 

 

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