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DZNE

DZNE

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE) erforscht die Ursachen von Erkrankungen des Nervensystems und entwickelt Strategien zur Prävention, Therapie und Pflege. Es hat bundesweit neun Standorte und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren. Das DZNE wird von Bund und Ländern gefördert und kooperiert eng mit Universitäten, deren Kliniken und außeruniversitären Einrichtungen. Neurodegenerative Erkrankungen führen häufig zur Invalidität und Demenz, wobei das Krankheitsrisiko mit dem Alter zunimmt. Neurodegenerative Erkrankungen sind - angesichts steigender Lebenserwartung und demographischem Wandel - eine der größten Herausforderungen unserer Gesellschaft

 

DZNE-Standort Dresden

Das flexible Gehirn

Das Gehirn verändert sich ein Leben lang. Diese Formbarkeit – auch „Plastizität“ genannt – befähigt das Gehirn zum Lernen und erlaubt darüber hinaus im gewissen Maße auch Schäden zu kompensieren. Es ist bekannt, dass so genannte Lebensstilfaktoren (Bewegung, Ernährung, usw.) einen großen Einfluss auf das Risiko haben, eine Demenz zu entwickeln – möglicherweise weil sie Plastizität steigern. Ziel der Forschung ist, die Möglichkeiten dieser Plastizität in der Prävention und Behandlung von Hirnerkrankungen zu verbessern. Daneben werden Stammzellen verwendet, um Modelle für Mechanismen der Neurodegeneration und Plastizität zu entwickeln.

 

Die Dresdner Forscher des DZNE gehen beispielsweise der Frage nach, wie im erwachsenen Gehirn lebenslang aus Stammzellen neue Nervenzellen entstehen. Die Förderung dieser „adulten Neurogenese“ – etwa durch körperliches Training oder Medikamente – könnte möglicherweise dem Verlust von Nervenzellen entgegenwirken, der durch das Altern oder neurodegenerative Erkrankungen hervorgerufen wird.

Aktiv ist das DZNE Dresden auch in der Erforschung von Augenerkrankungen. Ein Schwerpunkt ist die Forschung auf dem Gebiet der altersbedingten Makuladegeneration. Diese geht mit einem allmählichen Absterben von Nervenzellen der Netzhaut einher und ist eine der häufigsten Ursachen für Erblindung bei Erwachsenen.

Ein wichtiger Aspekt der Dresdner Aktivitäten ist zudem die Umsetzung (Translation) von Grundlagenforschung in klinische Forschung. Weiteres Standbein ist die klinische Forschung im Bereich neurodegenerativer Erkrankungen wie etwa Parkinson oder der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS). Dafür kooperieren die Dresdner Wissenschaftler mit dem örtlichen Universitätsklinikum und bundesweit mit anderen DZNE-Standorten.

 

 

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