Meine grüne Stadt und ichMeine grüne Stadt und ich

So war die zweite Sonderfahrt zu "Meine Grüne Stadt und ich"

Am 04.11. fand die zweite Sonderfahrt der DRESDEN-concept Science Tram zum Thema "Meine grüne Stadt und ich" statt. Circa 60 interessierte Dresdner Bürger*innen kamen ins Gespräch mit unseren Expert*innen von TU Dresden, Deutschen Hygiene Museum und Leibniz-Institut für Ökologische Raumentwicklung (IÖR). Sie diskutierten über Grünflächennutzung in Dresden, Lieblingspflanzen und heiße Sommer in der Stadt. Die Moderation der Veranstaltung übernahm Hendrikje Wehnert vom IÖR.

In der ersten Gruppe begannen Patrycia Brzoska und Karsten Grunewald vom IÖR die Gesprächsrunde. Im Projekt BIDELIN untersuchen die beiden Wissenschaftler*innen, was die Natur für die Menschen leistet. Saubere Luft, frisches Wasser, Wildkräuter und Beeren zum Verzehr, Holz als Baustoff oder Raum für Inspiration und Erholung – die Zahl der Dinge, die die Natur auch in der Stadt hervorbringt oder positiv beeinflusst, scheint schier unendlich. Diese Ökosystemleistungen nutzen wir ganz selbstverständlich. Die Bürger*innen brachten ihre Fragen und Erfahrungen ein, was sie unter dem Nutzen der Natur verstehen.

Anschließend stellte Valeri Goldberg von der Professur für Meteorologie der TU Dresden seine Forschung rund um Wärmestrahlung in Städten vor. Er diskutierte mit den Fahrtteilnehmenden über Wissen und Missverständnisse rund um das Klima in Städten und den Beitrag den Grünflächen in verschiedenen Größen leisten können.

Kathrin Meyer und Kristin Heinig vom Deutschen Hygiene-Museum Dresden stellten den Teilnehmer*innen die Frage: "Was ist Ihre Lieblingsblume und warum?" Die Begründungen reichten von reicher Blütenpracht bis einfache Pflege. Davon ausgehend erläuterten die Expertinnen das Verhältnis von Pflanzen und Menschen anhand des Löwenzahns und machten Lust auf die Ausstellung "Von Pflanzen und Menschen", die noch bis April 2020 im Hygiene-Museum läuft.

Das Team rund um unsere Expertin Kerstin Krellenberg vom IÖR fragt im Projekt „meinGrün“, was Menschen bewegt, Grünflächen zu besuchen. Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen der Sonderfahrt besprachen sie, welche frei zugänglichen Grünflächen in der Stadt bekannt sind und welche Bedürfnisse diese erfüllen sollen. Das Institut entwickelt eine App, die Informationen rund um städtische Grünanlagen leicht zugänglich machen soll. Sporttreibende finden die besten Laufstrecken im nahegelegenen Park, junge Familien den grünen Spielplatz zum Fußballspielen und Erholen.

Fotos Sven Döring.

Das war die erste Sonderfahrt der DRESDEN-concept Tram "Meine Grüne Stadt und ich"

Am 16.05. fand in der DDc Science Tram die Veranstaltung Meine grüne Stadt und Ich statt. Ob Kleingärten, Parkanlagen oder wild bewachsene Brachen – Grünflächen machen Städte wie Dresden lebenswert. Menschen können sich dort erholen, Tiere und Pflanzen finden Lebensraum. Grün in der Stadt macht heiße Sommer erträglicher und kann Schäden durch Hochwasser mildern. So verschieden ihr Aussehen ist, so vielfältig sind die Aufgaben, die Grünflächen in der Stadt erfüllen. Welche sind das? Und was können wir selbst tun, um Stadtgrün zu erhalten, aufzuwerten und Dresden noch grüner zu machen? Diesen und zahlreichen anderen Fragen, widmeten sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen DRESDEN-concept-Einrichtungen bei einer Sonderfahrt in der Science Tram.

Die Referentinnen und Referenten diskutierten mit den 115 Besuchern der Veranstaltung während der anderthalbstündigen Fahrt durch Dresden. Die Straßenbahnfahrt begann am „grünen Herzen“ Dresdens, dem Großen Garten, und führte unter anderem am Leibniz Institut für Ökologische Raumentwicklung (IÖR), dem Deutschen Hygiene Museum und Wohnanlagen in Gorbitz vorbei, wo Wissenschaftler der TU Dresden Wärmestrahlung untersuchten. Moderiert wurde die Veranstaltung von Hendrikje Wehnert (IÖR).

Mit unserer Expertin Kerstin Krellenberg (IÖR) und ihrem Team redeten die Teilnehmenden über ihre persönliche Nutzung von Grünanlagen in ihrer Umgebung. Das Institut entwickelt eine App, die Informationen über Grünanlagen leicht zugänglich machen und Nutzungsangebote niederschwellig präsentieren möchte. Unter anderem sollen Spielplätze oder die beste Joggingstrecke einfach auszumachen sein. Um die Web-App den Bedürfnissen potentieller Nutzer möglichst optimal anzupassen, führte das Team um Kerstin Krellenberg eine Befragung unter den Teilnehmenden durch, wie sie Grünanlagen in Dresden nutzen und was sie sich wünschen würden. Diese Informationen fließen mit weiteren Befragungen in die Entwicklung der App ein. Die Teilnehmenden brachten viele Anregungen mit und unterstützten aktiv die Forschenden.

Der zweite Referent des Leibniz IÖR, Wolfgang Wende, stellte die Leistungen der Natur für die Menschen dar. Saubere Luft, frisches Wasser, Wildkräuter und Beeren zum Verzehr, Holz als Baustoff oder Raum für Inspiration und Erholung – die Zahl der Dinge, die die Natur auch in der Stadt hervorbringt oder positiv beeinflusst, scheint schier unendlich. Mit dem Begriff Ökosystemleistung versucht Wolfgang Wende diese Faktoren zusammenzufassen und wissenschaftlich zu erschließen. Daraus versucht er Konzepte für eine lebenswertere Stadt zu entwickeln. Unter anderem spielen dabei Brachflächen oder Grünstreifen eine entscheidende Rolle.

Daran schloss inhaltlich auch die Vorstellung seiner Forschung durch Valeri Goldberg von der Professur für Meteorologie der TU Dresden an. Er und sein Team untersuchten im Dresdner Stadtteil Gorbitz die dort herrschende Wärmestrahlung. Die Teilnehmenden erfuhren, wie die Messung durchgeführt wurde und welche Ergebnisse die Wissenschaftler daraus ableiten.

Matthias Nuß von den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen in Dresden stellte den Teilnehmenden bekanntere und weniger bekannte Schmetterlingsarten vor. Die Insekten benötigen Wiesenflächen mit verschiedenen Blumenarten und der Wissenschaftler zeigte den Tram-Fahrern, wo in Dresden Schmetterlingswiesen angelegt wurden und wie sie im heimischen Garten oder Balkon eine insektenfreundliche Umgebung schaffen können.

Die Kuratorin Kathrin Meyer und Kristin Heinig vom Deutschen Hygiene Museum Dresden widmeten sich der kulturellen Bedeutung von Pflanzen und unseren sprachlichen Umgang mit diesen. Anhand des Löwenzahns erklärten sie exemplarisch, wie wir bestimmte Pflanzen sprachlich auf- oder abwerten, die im Ökosystem Stadt eine tragende Rolle spielen. Die Teilnehmenden lernten die Kunstblumentradition aus Sebnitz kennen und brachten großes Interesse für die Sonderausstellung „Von Pflanzen und Menschen. Ein Streifzug über den grünen Planeten“ zum Ausdruck.

 Fotos: Martin Förster